Eigene Ressourcen

Das innere Team

19. März 2021

Die eigene Berufung zu finden ist das eine, sie auch zu leben ein ganz anderes Thema. Was ist, wenn ich gefunden habe, was ich machen will, aber immer wieder mit mir selbst hardere, um das auch umzusetzen, was ich mir vorgenommen habe? Es kommen Zweifel, Ängste und Unsicherheiten, die sich in Form eines inneren Dialoges äußern. Es geht hin und her. Für jedes Argument für ein Vorhaben, lässt sich auch leicht eins dagegen finden. Je größer das Ziel oder die Veränderung, desto lauter können die Stimmen im Kopf werden.

Wenn es um die Umsetzung eines beruflichen Traumes geht, drehen sich die inneren Konversationen oft um Finanzen (Kann ich mir überhaupt leisten mich beruflich zu verändern?), Angst vor Veränderung (verlasse ich eine sichere Position?) und den äußeren Einflüssen (Was sollen denn die anderen denken?). Die Gegenstimmen sind natürlich nicht weniger laut, sie fordern ja schon lange Veränderung und werden auch nie verschwinden, wie ich in meinem Beitrag „Warum es so wichtig ist seine eigene Berufung zu finden.“ bereits ausführlich thematisiert habe.

Wie schaffe ich es also, meine innere Konversation für mich zu nutzen?

Bei dieser inneren Konversation handelt es sich um all die verschiedenen Anteile, die bei einer Entscheidung einbezogen werden möchten. Sie reden gerne laut und wild durcheinander und wenn wir sie nicht richtig einordnen, dann legen sie uns nur zu gerne Steine in unseren Weg. Sie sind aber ein Teil von uns und sollten auch ernst und wahrgenommen werden.

In meinen Coachings beobachte ich, dass die Arbeit mit seinem inneren Team bahnbrechend ist, um herauszufinden, welche Anteile bei einem Thema zu Wort kommen. Um mit deinem eigenen Team in Kontakt zu kommen, stell dir doch mal die folgenden Fragen:

Wer ist Mitglied in meinem inneren Team und wie würde ich das Teammitglied bezeichnen?

Was hat das jedes Teammitglied zur jeweiligen Situation/Entscheidung zu sagen?

Was kann das jedes Mitglied beitragen, um uns unserem Ziel näher zu bringen?  

Ein Beispiel

Das innere Team kann beispielsweise aus drei Mitgliedern bestehen, die sich als die Vorsichtige, die Sicherheitsbedachte und die Abenteuerlustige bezeichnen könnten. Ist jedes Teammitglied identifiziert, lässt sich auch schnell überlegen, was dieses Mitglied zur jeweiligen Situation oder Entscheidung zu sagen hat – z.B. Stellt die Vorsichtige sicher, dass keine vorschnellen Entscheidungen getroffen werden, während die Abenteuerlustige den Fahrplan für die weitere Umsetzung entwirft und die Sicherheitsbedachte die Sicherheitskomponenten in den Plan einbaut, da diese ebenfalls wichtig sind für das Gelingen des Unterfanges.

Keine Ziellinie ohne das innere Team

Das Beispiel mag jetzt erstmal abstrakt wirken, soll aber in erster Linie veranschaulichen, dass wirklich jeder Anteil wichtig ist und gehört werden will. Wenn man gewisse Anteile für eine Zeit ignoriert, weil beispielsweise die Abenteuerlust Überhand nimmt, läuft man Gefahr, dass man langfristig seine Vorhaben nicht umsetzt. Denn auch wenn die Abenteuerlust kurz im Fahrersitz sitzt, sind die Vorsicht und der Bedarf nach Sicherheit ja nicht weg. Sie werden immer mit dabei sein, denn jeder Anteil hat eine Aufgabe. Wir müssen nur verstehen wie sie uns voranbringen und nicht bremsen, denn auf die Zusammenarbeit kommt es an.

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1 comment

  • Reply Wie plane ich meine Karriere? | Cake & Career 16. April 2021 at 12:38

    […] Blogposts leiten lassen und gedacht, je größer, desto besser. Wie ich bereits in meinem Post zum inneren Team geschrieben habe, ist es aber sehr wichtig, dass alle inneren Anteile mit an Bord sind, wenn es um […]

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